
Zum 1. Januar 2026 startet der Regionalkader Schleswig-Holstein als neues Entwicklungsprojekt des Landesverband Nord. Ziel ist es, talentierte Nachwuchsathlet*innen systematisch an den leistungsorientierten Klettersport heranzuführen und Schleswig-Holstein als festen Bestandteil der überregionalen Leistungssportstrukturen im DAV zu etablieren. Erstmals wird dabei ein Projekt des Landesverbandes aus Mitteln des LSV Schleswig-Holstein finanziert.
Der Regionalkader richtet sich an junge Talente aus dem gesamten Bundesland. Er schließt die Lücke zwischen breitensportlichen Vereins- und Schulangeboten sowie dem leistungsorientierten Training in den großen Kletter- und Boulderzentren. Damit soll der Übergang in Landes- und perspektivisch Bundeskader erleichtert werden.
Grundlage des Projekts ist die in den vergangenen Jahren stark gewachsene Kletterlandschaft in Schleswig-Holstein. In enger Kooperation mit den DAV-Sektionen Kiel, Lübeck und Flensburg entsteht erstmals eine landesweit koordinierte Struktur für den Leistungssport im Klettern. Der Kletterstützpunkt Kiel, getragen von der DAV-Sektion Kiel und der „KletterBar“, fungiert dabei als organisatorisches Zentrum.
Der Regionalkader umfasst zunächst rund zehn bis fünfzehn Athletinnen und Athleten, die über Sichtungen, Wettkampfergebnisse und Trainerempfehlungen nominiert werden. Neben regelmäßigem Training in den Disziplinen Lead, Speed und Bouldern sind Athletik-, Mentaltraining sowie gemeinsame Lehrgänge und Wettkampfmaßnahmen vorgesehen. Parallel wird eine Initiative zur Gewinnung und Lizenzausbildung von Trainerinnen und Trainern umgesetzt.
Das Projekt ist zunächst auf ein Jahr angelegt (2026) und soll anschließend verlängert werden. Neben der sportlichen Entwicklung der Talente steht insbesondere der nachhaltige Aufbau von Strukturen, Netzwerken und Kooperationen im Fokus. Mit dem Regionalkader setzt der DAV Nord einen wichtigen Impuls, um die Talententwicklung im Sportklettern in Schleswig-Holstein langfristig zu stärken und das Bundesland als aktives Einzugsgebiet für den Bundesstützpunkt Nord weiterzuentwickeln.
Projekt-Ansprechpartner: Lars Oettinghaus